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Chronik der Arlbergbahn (1845–1918)

Die nachfolgende Zeittafel soll einen Überblick über die Geschichte der Arlbergbahn von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkrieges geben. Zur Erstellung wurde auf Publikationen zurückgegriffen, die allgemein zugänglich sind. Dabei wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Trotzdem soll durch die Darstellung der Daten ein möglichst präzises Bild der Geschichte gezeichnet werden. Es bleibt anzumerken, dass die Literatur bei manchen Ereignissen geringfügig unterschiedliche Angaben macht - es wurde dann nach genauer Prüfung nur eine Datumsangabe übernommen. Gerne werden Hinweise zur Vervollständigung dieser „Chronik“, möglichst mit Literaturverweis, entgegengenommen.

1845

  • (k. D. vorh.) Die Engländer wollen die Postverbindung nach Ägypten/Indien verbessern und interessieren sich für einen schnellen Transportweg über den Arlberg.

1851

  • 11. Januar Die Feldkircher Handelskammer spricht sich beim Wiener Finanzministerium für den Bau einer Bahn über den Arlberg aus.

1864

  • (k. D. vorh.) Das Wiener Handelsministerium schreibt an die Feldkircher Handelskammer wegen der großen Bedeutung einer Eisenbahnverbindung Bodensee-Triest-Venedig.

1865

  • 9. April Carl Ganahl erhält eine Vorkonzession zum Bau einer Eisenbahn Innsbruck-Landeck und weiter Richtung Arlberg/Paznaun.

1867

  • Dezember Der Reichsrat diskutiert erstmals über ein Projekt „Arlbergbahn“.

1868

  • Februar Bewerbung Carl Ganahls um die Konzession einer Bahnlinie Innsbruck-Bodensee.

1869

  • 13. März Handelsminister von Pleuer plädiert in einem Gesetzesentwurf für eine Linie Innsbruck-Schweiz.
  • 29. April Rückzug der Gesetzesvorlage aus Finanzgründen.
  • 10. Mai Genehmigung einer Spezialvorlage zur Konzessionierung der Vorarlberger Bahn, die Strecke Innsbruck-Bludenz soll bald folgen.

1870

  • (k. D. vorh.) Einschränkungen im Handelsverkehr durch den Dt.-Dt.-Krieg machen das Fehlen einer Eisenbahnverbindung durch Vorarlberg sichtbar.
  • (k. D. vorh.) Diskussion um den Bau der Arlbergbahn als Zahnradbahn.
  • 9. Juli Der Österreichische Architektenverein plädiert für den Bau eines tiefen Arlbergtunnels.

1871

  • 9. Juli Aufforderung des Handelsministeriums an die k.k. Generalinspektion der österr. Eisenbahnen zur Ausarbeitung eines Projekts Innsbruck-Bludenz.

1872

  • 22.–26. Februar Handelsministerium prüft das 1871 aufgegebene Projekt und entscheidet für einen zweigleisigen Tunnel.
  • 22. März Ablehnung des Gesetzesentwurfs (Handelsminister Bauhaus) über den Bau der Arlbergbahn auf Staatskosten.

1875

  • 29. Oktober Gesetzesentwurf durch Handelsminister von Chlumecky.

1876

  • Juli Ein Komitee um Carl Ganahl erreicht die Petition der Landtage von Tirol u. Vorarlberg, der Handelskammern Leoben, Klagenfurt und Innsbruck an die Regierungen zum Bau einer Bahn über den Arlberg.

Der Bahnhof Langen, wie er sich in den ersten Betriebsjahren präsentierte (Sammlung: Michael Laublättner)

1877

  • 28. Januar Rückzug der Gesetzesvorlage, W. v. Nördling bevorzugt günstigeres Projekt.

1879

  • 26. Mai Die Kärntner Handelskammer spricht sich für ein Arlbergbahnprojekt aus (wegen dt. Zölle).
  • 1./2. Oktober Sektionschef W. v. Nördling tritt im Rahmen der Diskussion um mögliche Linienführungen zurück.
  • 18. November Kaiser Franz Josef I verspricht einen baldigen Bau der Arlbergbahn.

1880

  • 24. Januar Erneuter Gesetzesentwurf im Reichsrat durch Freiherr von Korb.
  • 10. März Gesetzesvorlage zur Bereitstellung der finanziellen Mittel.
  • 13. März Die Gesetzesvorlage wird angenommen.
  • 7. Mai Gesetz zum Bau der Arlbergbahn tritt in Kraft.
  • 16. Mai Anordnung des Baubeginns.
  • 14. Juni Beginn der Bauarbeiten an der Ostseite des Arlberg-Tunnels.
  • 22. Juni Beginn der Bauarbeiten an der Westseite des Arlberg-Tunnels.
  • 24. Juni Beginn des Stollenvortriebs auf der Arlberg-Tunnel Ostseite.
  • 25. Juni Beginn des Stollenvortriebs auf der Arlberg-Tunnel Westseite.
  • 1.–4. September Trassenrevision.
  • November Beginn des Einsatzes von Tunnelbohrmaschinen im Arlberg-Tunnel (vorher händischer Vortrieb).
  • 23. Dezember Der Auftrag zum Bau des Arlberg-Tunnels wird an die Unternehmen G. Ceconi und Gebr. Lapp übergeben.

1881

  • 8. Mai Die Linienführung wird endgültig festgelegt.
  • 17. Juli Talstrecke Innsbruck-Landeck: Die politische Begehung ist abgeschlossen.
  • 10.–13. August Der Kaiser besucht die Baustellen der Arlbergbahn und des Arlberg-Tunnels (besichtigt die Arbeiten 1190 m tief im Berg).
  • 15./21. November Beginn des Baus der Strecke Innsbruck-Landeck.

1882

  • (k. D. vorh.) Inbetriebnahme zusätzlicher Bohrmaschinen im Arlberg-Tunnel (Ostseite: Aufstockung 6⇒8, Westseite: Aufstockung 2⇒4).
  • Juni Arbeiterhöchststand auf der Strecke Innsbruck-Landeck mit 4711 Mann.
  • 19.–21. Juni Politische Begehung der Strecke Innsbruck-Wilten.
  • 6. August Beginn des Baus der Strecken Landeck-St. Anton und Langen-Bludenz.
  • 16. November Oberinspektor Johann Poschacher übernimmt die Leitung des Baus.

1883

  • (k. D. vorh.) Das Ausbruchsgestein des Arlberg-Tunnels wird ab sofort mit Dampfloks abtransportiert (bis dahin mit Pferden).
  • 7. März Der Scheitel des Arlberg-Tunnels wird von der Ostseite aus erreicht.
  • 24. Mai Julius Lott stirbt im Alter von 47 Jahren an Miliartuberkulose in Wien.
  • 24./25. Juni Polizeiliche Prüfung der Talstrecke Innsbruck-Landeck.
  • Juli Beginn des Baus der Trisanna-Brücke.
  • 1. Juli Eröffnung des Abschnittes Innsbruck-Landeck.
  • Oktober Arbeiterhöchststand auf den Strecken Bludenz-Langen und Langen-St. Anton mit 4829 bzw. 4685 Mann.
  • 13. November Im Arlberg-Tunnel sind an der Ostseite des Vortriebs erstmals Bohrlöcher der Westseite sichtbar.
  • 19. November Durchschlag des Arlberg-Tunnels.

Arlbergtunnel-Medaille: Allen am Bau beteiligten Arbeitskräften wurde zum Dank und als Erinnerung eine solche Medaille verliehen (Sammlung: Benedikt Rödel).

1884

  • (k. D. vorh.) 10 Loks der Reihe 52 werden von der Istrianerbahn an den Arlberg geholt.
  • 10. Februar Die Lokomotivfabrik Wiener Neustadt liefert die Lok BIV-501 für die Arlbergbahn.
  • 1. April Die Lokomotivfabrik Krauss München liefert die VII-505.
  • 5. April Gesetz zur Aufstockung der Gesamtbaukosten um 5,7 Mio. Gulden auf insgesamt 41,3 Mio. Gulden.
  • Mai Arbeiterhöchststand auf der Strecke Landeck-St. Anton mit 5531 Mann.
  • 14. Mai Beendigung der Bauarbeiten am Arlberg-Tunnel.
  • 20. Mai Eröffnung der Haltestellen Rietz, Inzing und Hatting.
  • Juli Fertigstellung der Trisanna-Brücke.
  • 1. August Die Strecke Bludenz-Langen wird erstmal durchgehend von einer Lokomotive befahren; Eröffnung der Haltestelle Imsterberg.
  • 8. August Die WLF liefert die Lok VIII-510.
  • 1. September Eröffnung des Bahnhofs Mötz.
  • 4. September Probefahrt, Abnahme der Brückenbauwerke Strecke Landeck-Bludenz.
  • 6. September Aufnahme des planmäßigen Güterverkehrs auf der Strecke Bludenz-Landeck.
  • 20. September Eröffnungsfahrt mit Kaiser Franz Josef I.
  • 21. September Aufnahme des planmäßigen Betriebs Bludenz-Landeck.
  • Dezember Der Bahnhof Langen erhält eine mechanische Sicherungsanlage (Befehlswerk mit einem Endstellwerk auf St. Antoner Seite).

1885

  • (k. D. vorh.) Die Reihe 73 kommt in großer Stückzahl am Arlberg zum Einsatz.
  • (k. D. vorh.) Zwei Marinsche Schneeräumer für Bludenz.
  • März Auflösung der letzten Bauleitung und damit Ende des Baus.
  • 15. Juli Inbetriebnahme des 2. Streckengleises im Arlberg-Tunnel.
  • 15. August Eröffnung der Haltestelle Klösterle an der Alfenz.

Den Arbeitern, die beim Bau des Arlberg-Tunnels beteiligt waren, wurde nach Fertigstellung des Bauwerkes ein Zeugnis überreicht. Die Abbildung zeigt das Zeugnis für einen Arbeiter aus Südtirol, der auf der Ostseite des Arlbergtunnels als Mineur tätig war (Sammlung: Wolfgang Salvadori).

1886

  • (k. D. vorh.) Bau der Haltestellen Landeck-Perfuchs, Wiesberg, Schnann und St. Jakob.
  • (k. D. vorh.) Beginn des Einsatzes von Dampflokomotiven der Reihe 48 am Arlberg.
  • 1. Februar Eröffnung der Haltestellen St. Jakob und Schnann.
  • 10. März Eröffnung der Frachtstation Wilten.
  • 15. Juni Eröffnung der Haltestelle Wiesberg.
  • 1. August Eröffnung der Haltestelle Perfuchs.

1887

  • 3. Februar Felssturz im Bereich des km 127.1.

1888

  • (k. D. vorh.) Beginn des Einbaus von Telefonanlagen in alle 9 Kammern des Arlberg-Tunnels.
  • (k. D. vorh.) Umbau der Bahnhöfe Flirsch, Pians und Bratz mit gleichzeitiger Gleisverlängerung.
  • (k. D. vorh.) Umbenennung der Station Kematen in Kematen in Tirol.
  • 1. Januar Perfuchs: Namensänderung in Landeck-Perfuchs.
  • 8.–20. Februar Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 12 Tage).
  • 9. Februar Zerstörung der Spreubach-Brücke in km 115.45 durch eine Lawine.
  • 11. Februar Eine Lawine zerstört eine eiserne Brücke und das Wächterhaus 77, 3 Personen werden dabei getötet.
  • Februar 1600 Personen sind 5 Tage lang zur Räumung des Schnees von der Bahnlinie (Westrampe) im Einsatz.
  • 13. Oktober Bahnhof Bratz: Umbenennung in Braz.

1889

  • (k. D. vorh.) Umbau der Bahnhöfe Braz und Langen mit gleichzeitiger Gleisverlängerung.
  • Oktober Die Alfenzbrücke ist zweigleisig ausgebaut, der zweigleisige Betrieb zwischen den Stationen St. Anton und Langen ist ab sofort möglich.

1890

  • (k. D. vorh.) Beginn der Errichtung von Stützverbauungen an der Westrampe durch Obering. Vincenz Pollack.
  • (k. D. vorh.) Lehnenwächterhütten werden auf der West- und Ostrampe installiert.
  • (k. D. vorh.) Erstmals Einrichtung von Schneerechen und Trockenmauern im Blasegg-Gebiet.
  • (k. D. vorh.) Erweiterung der Gleisanlagen in der Frachtstation Wilten.
  • 1. Juli Inbetriebnahme einer Anschlußbahn bei der Haltestelle Inzing.
  • 10. September Auf der Westseite des Arlberg-Tunnels muss eine gesamte Oberbaumannschaft evakuiert werden, da mehrere Arbeiter durch die Rauchgase bewusstlos sind.
  • 3. Oktober Von einer Mannschaft im Arlberg-Tunnel mit 27 Arbeitern haben 25 durch Rauchgase das Bewusstsein verloren.

1891

  • (k. D. vorh.) Verstärkung des Oberbaus auf der West- und Ostrampe.
  • 15. Januar Eine Lawine im Bereich des Fünffingergebietes verursacht die Entgleisung von 5 Wagen eines Zuges.
  • 15.–24. Januar Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 9 Tage).
  • 1. Juli Schaffung eines neuen Postens: Langen erhält einen technischen Beamten, der den Streckenabschnitt nach Bludenz zu betreuen hat (Schutzbauten).

1892

  • 2. Januar Ein Felssturz von über 500 m³ Gestein zerstört die Bahnlinie im Bereich km 125.8.
  • 2.–5. Januar Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Felsrutschung (Dauer: 3 Tage).
  • 6.–12. Februar Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 6 Tage).
  • Februar Ergiebige Schneefälle machen den Räumeinsatz von rund 1200 Mann an der Westrampe notwendig.
  • 7. Februar Die Muttentobellawine verschüttet im Bahnhof Dalaas 3 Güterwagen und zerstört eine Brücke. Ein Felssturz verlegt im km 125,8 den Bahnkörper.
  • Mai Schäden im Arlbergtunnel (Eindrückungen der Tunnelringe) werden beseitigt - bis 6. September d. J.
  • 9. Juli Bergsturz im Bereich des Großtobels verschüttet die Bahnlinie, 400.000 m³ Gestein, Verschüttungen bis 6 m Höhe (Sperrung der Strecke Bludenz-Langen bis 24. Juli).
  • 18. Juli Ein erneuter Bergsturz im Bereich des Großtobels beschädigt den Bahndamm.
  • 1. Dezember Baubeginn Großtobel-Tunnel.

1893

  • (k. D. vorh.) Austausch der Metallschwellen im Arlberg-Tunnel gegen imprägnierte Eichenschwellen (bis 1895).
  • 23.–26. Januar Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 3 Tage).
  • 2.–7. Februar Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 5 Tage).
  • 2. Februar Zerstörung der Glongtobel-Brücke im km 116.45 und der Spreubach-Brücke in km 115.45 durch Lawinen.
  • 7. Mai Durchschlag beim Bau des Großtobel-Tunnels.
  • 16. Juli 74 Bahnarbeiter werden durch Rauchgase im Arlbergtunnel bewusstlos und müssen evakuiert werden.
  • 7. November Der Großtobel-Tunnel wird in Betrieb genommen.

1894

  • (k. D. vorh.) Beginn von Erprobungen der Dampflok-Ölfeuerung zur Rauchvermeidung im Arlberg-Tunnel.
  • 30. April Ein Felssturz im Bereich des km 127.4 zerstört die Bahnlinie auf einer Länge von 30 m.
  • 1. November Aufnahme des Personenverkehrs in der Frachtstation Wilten.

1895

  • (k. D. vorh.) Einsatzbeginn für die Reihe 60 auf der Arlbergbahn (erste Mehrzwecklokomotive der kkStB).

1896

  • (k. D. vorh.) Inbetriebnahme eines Mittelstellwerks in der Station Wilten.
  • 1. Januar Eröffnung der Haltestelle Unterperfuß bei Wächterhaus 7.
  • 17.–18. Januar Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 1 Tag).
  • 9.–11. März Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 2 Tage).
  • 2. August Ein Felsabbruch im km 125,8 beschädigt die Gleisanlagen.

1897

  • (k. D. vorh.) Erste Erprobungen der Reihe 170 auf der Arlbergbahn.
  • 21.–23. März Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lehnenrutschung (Dauer: 2 Tage).

1898

  • (k. D. vorh.) Ausbau der Gleisanlagen in der Station Wilten (bis 1899).
  • (k. D. vorh.) Beginn des Einsatzes der Reihe 106 auf der Talstrecke.
  • 9.–10. Februar Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 1 Tag).

1899

  • (k. D. vorh.) Vergrößerung der Gleisanlagen im Bahnhof Zirl, Flirsch.
  • 3. Mai Inbetriebnahme der mechanischen Sicherungsanlage bestehend aus einem Befehlswerk und zwei Endstellwerken in Kematen in Tirol.
  • 17. Mai Inzing: Haltestelle wird Zugmeldeposten 2; Stams: Haltestelle wird Zugmeldeposten 4; Haiming wird Zugmeldeposten; Rietz: Erweiterung zum Zugmeldeposten 3; Imsterberg: Erweiterung zum Zugmeldeposten 6; Schnann: Zugmeldeposten 9; St. Jacob wird Zugmeldeposten 10; Bings: Zugmeldeposten 11.
  • 19. November Inbetriebnahme einer mechanischen Sicherungsanlage mit Befehlswerk und zwei Endstellwerken in Wilten.

1902

  • (k. D. vorh.) Erste Pläne zur Elektrifizierung der Strecke Bludenz-Landeck werden erarbeitet (Eisenbahnminister Dr. Ritter von Wittek).
  • 1. Mai Stams wird zur Betriebsausweiche erweitert, der Zugmeldeposten aufgelöst.
  • 15. August Stams wird Bahnhof.

1903

  • 3. Februar Ein Felssturz im Bereich des km 133.7, das Wächterhaus 99 wird beschädigt.
  • 7. April Östlich des Mühltobels stürzen Felstrümmer auf einen fahrenden Güterzug, 5 Waggons entgleisen, ein Bremser kommt ums Leben.
  • 31. Oktober Der Bahnhof Flaurling wird mit einer mechanischen Sicherungsanlage bestehend aus einem Befehlswerk und zwei Endstellwerken ausgestattet.
  • 10. November Ein Felssturz beschädigt die Lawinengalerie um km 113.7.

1904

  • (k. D. vorh.) Ersatz des bisherigen Tragwerks der Landecker Innbrücke durch ein Parallelfachwerk.
  • 27. Mai Ein Murgang verlegt Gleise im Bahnhof Dalaas.
  • 19. Oktober Inbetriebnahme einer mechanischen Sicherungsanlage bestehend aus einem Befehlswerk und zwei Endstellwerken im Bahnhof Völs.

Dampf am Arlberg, wie hier auf der Trisannabrücke (Sammlung: Benedikt Rödel).

1905

  • 6.–7. Januar Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 1 Tag).
  • September Im Bahnhof Langen kommt es zum Bau des 2. Endstellwerks auf Bludenzer Seite.

1906

  • (k. D. vorh.) Einsatzbeginn für Dampflokomotiven der Reihe 280 auf den Rampenstrecken des Arlbergs.
  • 27. Juli Ein Murgang von 1500 m³ Material verlegt Gleise im Bahnhof Dalaas (Muttentobel).

1907

  • (k. D. vorh.) Beginn des Einsatzes von Dampflokomotiven der Reihe 110.500 auf der Strecke Innsbruck-Landeck.
  • (k. D. vorh.) Erweiterung der Bahnhofsanlagen und Bau eines Heizhauses in Wilten (bis 1908).
  • 9. Januar Verschüttung von Gleisen im Bahnhof Dalaas (Muttentobellawine).
  • 10. März Im Bereich des km 119.9 fährt ein Zug in einen Schneerutsch, 3 Güterwaggons entgleisen; im Bahnhof Dalaas werden Gleise auf 25 m Länge durch die Muttentobellawine verschüttet.
  • 10.–11. März Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 1 Tag).
  • 18.–28. März Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lawinengefahr/Lawinenabgänge (Dauer: 10 Tage).
  • Mai/Juni Probefahrten mit vakuumgebremsten Zügen.

1908

  • (k. D. vorh.) Erweiterung der Gleisanlagen im Bahnhof Silz.
  • 12. Februar Ein Felssturz im Bereich km 126.0 verschüttet die Bahnlinie.
  • 27. Juli 700 m³ Material verschütten die Gleisanlagen im Bahnhof Dalaas.
  • 15. August Eröffnung der Haltestelle Bings.

1909

  • (k. D. vorh.) Die Schanatobel-Brücke wird durch ein Paralleltragwerk verstärkt.
  • (k. D. vorh.) Inbetriebnahme einer Sicherungsanlage im Bahnhof Bludenz.
  • 1. Oktober St. Anton: Namensänderung in St. Anton am Arlberg.

1910

  • (k. D. vorh.) Antragstellung im Reichsrat zur Elektrifizierung der österreichischen Bergstrecken, darunter auch die Arlbergbahn.
  • (k. D. vorh.) Umbau der Gleisanlagen im Bahnhof Schönwies.
  • 25. Februar Felsrutschung von 800 m³ Gestein auf die Bahnlinie im Bereich km 123.93.
  • 25.–27. Februar Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lehnenrutschung (Dauer: 2 Tage).
  • 7.–9. September Sperrung der Strecke Bludenz-Langen wegen Lehnenrutschung (Dauer: 2 Tage).
  • 10. Oktober Erste Verhandlungen in Langen zum Bau eines Bahnkraftwerkes im Klostertal.

1911

  • (k. D. vorh.) Die Ötztalerach-Brücke erhält ein neues Tragwerk (Hohlkastenträger).
  • 6. November Inbetriebnahme einer Sicherungsanlage mit Deckungssignalen im Bereich des späteren Moltertobel-Tunnels (Beobachtungsposten wg. Steinschlag).
  • 18. November Der Bahnhof Ötztal erhält eine mechanische Sicherungsanlage (Befehlswerk mit zwei Endstellwerken).

1912

  • (k. D. vorh.) Beginn von Vermessungsarbeiten im Gebiet des Spullersees.
  • (k. D. vorh.) Renovierung der Steinteile an der Trisannabrücke.
  • (k. D. vorh.) Baubeginn Moltertobel-Tunnel.
  • 1. Mai Umbenennung Wilten in Innsbruck Westbahnhof, Telfs in Telfs-Pfaffenhofen.

1913

  • (k. D. vorh.) Inbetriebnahme von Sicherungsanlagen in den Bahnhöfen St. Anton am Arlberg und Landeck.
  • 4. März Erneuerung des Stellwerks 2 Innsbruck West.
  • 11. Dezember Roppen: Rückbau zur Haltestelle mit Blockposten.

1914

  • (k. D. vorh.) Einsatzbeginn für Lokomotiven der Reihe 380. Darüber hinaus befindet sich im Stand der Heizhausleitung Landeck je eine Lokomotive der Reihe 180 und 80.
  • 22. April Inbetriebnahme des 1634 m langen Moltertobel-Tunnels zur Umfahrung des steinschlaggefährdeten Bereiches „Schwarze Wand“.
  • 10. Mai Ein Felssturz beschädigt das Lawinenschutzdach im km 113.7.
  • 10. Oktober Inbetriebnahme des Wildentobel-Tunnels.
  • November Bahnhof Imst erhält eine mechanische Sicherungsanlage (Befehlswerk mit zwei Endstellwerken).
  • 19. Dezember Roppen: Erweiterung zum Bahnhof führt zum Bau zusätzlicher Gleise sowie zur Inbetriebnahme eines mechanischen Stellwerkes (Befehlswerk mit zwei Endstellwerken).

1915

  • (k. D. vorh.) Verlängerung der Gleise im Bahnhof Danöfen.
  • 1. Mai Umstellung von Links- auf Rechtsfahrbetrieb im Arlbergtunnel.
  • September Der Bahnhof St. Anton am Arlberg erhält eine mechanische Sicherungsanlage (Befehlswerk mit zwei Endstellwerken).

1916

  • September Bau einer mechanischen Sicherungsanlage im Bahnhof Dalaas (Befehlswerk mit zwei Endstellwerken).
  • Dezember Im Bahnhof Danöfen geht eine mechanische Sicherungsanlage (Befehlswerk mit zwei Endstellwerken) in Betrieb.

1918

  • (k. D. vorh.) Umbau des Bahnhofes Landeck (wegen Reschen-Scheideck-Bahn, bis 1919).
  • September Inbetriebnahme einer mechanischen Sicherungsanlage in Zirl (Befehlswerk mit zwei Endstellwerken).

APA-Meldungen.

Aufzeichnungen des Autors.

Asmus, Carl, Stockklausner, Johann, Ditterich, Albert. Eisenbahn-Journal-Spezial: Die Arlbergbahn 1 (1995).

Bauer, Manfred [u.a.]. Arlbergbahn 1884-1984. Innsbruck: Bundesbahndirektion Innsbruck, 1984.

Beer, Lothar. Die Geschichte der Bahnen in Vorarlberg. 1. Bd. Hard: Hecht, 1994.

Beer, Lothar. Die Geschichte der Bahnen in Vorarlberg. 2. Bd. Hard: Hecht, 1995.

Bischoff, Friedrich. Denkschrift der k. k. General-Direktion der österr. Staatsbahnen über den Fortschritt der Projektirungs- und Bauarbeiten der Arlberg-Bahn: Schluss. 3. Bd. Wien: kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, 1890.

Dultinger, Josef. Die Arlbergbahn: Europas schwierigste Gebirgsbahn im Wandel der Zeit. Rum: Erhard, 1981.

Fritz, Willi. Über den Bau des Spullerseekraftwerkes in Wald am Arlberg und die Elektrifizierung der Arlbergbahn. Bludenzer Geschichtsblätter 30 (1996): 19-27.

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Lott, Julius. Denkschrift der k. k. Direktion für Staats-Eisenbahnbauten über den Fortschritt der Projektirungs- und Bauarbeiten der Arlberg-Bahn im Jahre 1881. 2. Bd. Wien: kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, 1882.

Rampp, Brian, Bäzold, Dieter, Lüdecke, Frank. Die Baureihe E 94. Das deutsche Krokodil. Freiburg: Eisenbahnkurier, 1990.

Studer, Bernhard. Im Spiegel der Zeiten. Eisenbahn-Kurier-Special: Die Arlbergbahn gestern und heute 26 (Okt./Nov./Dez. 1992).

Tiefenthaler, Helmut. Innsbrucker geographische Studien. Bd. 1: Natur und Verkehr auf der Arlberg-Westseite. Hg. F. Fliri und A. Leidlmair. Innsbruck: Geographisches Institut der Universität Innsbruck, 1973.

Wegenstein, Peter. Bahn im Bild. Bd. 97: Von Innsbruck nach Bludenz. Wien: Pospischil, 1997.

Wegenstein, Peter. Bahn im Bild. Bd. 207: Die Reihen 1010 und 1110. Wien: Pospischil, 2001.


Benedikt Rödel 2026/07/06 12:54

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