| BILD-/FILMMATERIAL |
| Sollten
Sie sich für weiteres Bild- oder Filmmaterial interessieren, schreiben
Sie der Redaktion eine e-mail. |
 |
| E-MAIL |
| arlberg@erlebnisbahn.at |
 |
| REDAKTION |
Michael
Laublättner (Ltg.)
Benedikt Rödel |
 |
 |
 |
| ©
2008 by Michael Laublättner |
|
 |
| Diese
Aufnahme entstand im Rahmen einer Befahrung des Gips-Bergwerks bei
Dalaas und zeigt abgestürzte Gipsplatten unter einer steil nach
Norden einfallenden Schichtung (Foto: Emil Büchel). |
Über
das Gipsvorkommen bei Dalaas im Klostertal
Zwischen Bludenz und dem Arlberg sind an der Trennlinie zwischen den
Nördlichen Kalkalpen und den Gesteinen der Silvrettadecke Raibler
Schichten aufgeschlossen, die teilweise Gipslager mit sich führen.
Die Gesteine nördlich der Grenzfläche stammen aus der Trias-und
Jura-Zeit, ihre Abfolge ist mehrfach durch Störungen unterbrochen.
Benannt sind die Raibler Schichten nach dem Ort Raibl in den Südalpen.
Die Gipslager in Vorarlberg gehören der oberen Karnischen Stufe
der Oberen Trias des Erdmittelalters an. Die Gesteinsformation, der
sie angehören, sind die Raibler Schichten, eine Serie von recht
unterschiedlichen Gesteinen, die sich in der Zeit vor etwa 220 - 225
Millionen Jahren in einem flachen, seichten Meeresbecken, der Thetys,
abgelagert haben (Bild 1).
 |
| Bild
1, Vorkommen von Gesteinen der Raibler Schichten und Gipslager
in Vorarlberg |
Beim Austrocknen derartiger geschlossener randlicher Meeresbecken
wurden Minerale wie Kalzit, Gips und Steinsalz ausgefällt und
über oder zwischen Ton-und Sandsteinschichten eingelagert. Die
Gipsformation wird von dolomitischer Rauhwacke begleitet, in Vorarlberg
fehlt das den Gips oft begleitende Steinsalz.
Das Gipsgestein bei Dalaas (Bild 2) ist tektonisch stark durchbewegter,
gebänderter Gips von einer Mächtigkeit zwischen 60 und über
100 m (Draschitz: 161). Bohrungen ergaben eine Ausdehnung des Gipskörpers
von der Höhe der Bahntrasse etwa 150 m in die Tiefe (Bild 5),
er reicht etwa 100 m in den Berg hinein.
 |
| Bild
2, Gipsgestein aus dem Steinbruchgelände beim Alt-Bergwerk
Dalaas (Foto: Karl-Jürgen Schurr) |
Der Gips ist grob- bis feinkörnig und hart und wird als hellgrau
mit alabasterartigem Aussehen beschrieben (Petridis: 81). In der Grundmasse
fallen kugelige und knollige Linsen (30 bis 200 cm) von schwärzlich
dolomitisiertem Material auf. Im Gips eingeschlossen sind kleinere
und größere Karbonatkonkretionen. Damit sind unregelmäßig
geformte, meist linsenartige, kugelige, trauben- oder nierenförmige,
häufig knollig oder rundlich gestaltete Verwachsungen von Kalzit
und Dolomit gemeint, die sich aus wässrigen Lösungen im
feinkörnigen Gestein abgesetzt haben.
In diesem Gipskörper befindet sich ein ehemaliger Bergbau, der
einzige Untertagebau auf Gips in Vorarlberg, und neben dem Tagbau
bei St. Anton im Montafon der zweite industriell genutzte Gipssteinbruch
unseres Landes. Beide Anlagen sind seit Jahrzehnten eingestellt.
Das westlich des Abbaues vom Heuberg herabziehende Mühltobel
(Müllitobel) trägt in der Flurnamenkarte von Dalaas auch
den Namen Gipstobel, das sich westlich davon erstreckende Waldgebiet
heißt Löcherwald und ist mit Dolinen besetzt (Vogt: 1970).
An den Nordhängen entlang des Klostertales taucht immer wieder
die Flurbezeichnung Kessi (Kessel) auf, was auf trichter- oder muldenförmige
Geländevertiefungen hinweist, auf Einbrüche in der Geländeoberfläche
über Auslaugungen von Gipsgestein. Auf dem Rücken zwischen
Stelzistobel und Glongtobel liegt am oberen Rand des Waldgebietes
der Trichter des Gasúrakessi, gegenüber im steilen Wald
des Dürrenberges ein weiterer Kessel. Zwischen Radonatobel und
Annatobel deuten Flurbezeichnungen wie Kessi und Kessiwald ebenfalls
auf Gips im Untergrund hin.
 |
| Bild
4, Ausschnitt aus einer Geologischen Karte, Kreuze (+) bezeichnen
symbolisch Trichter und Dolinen über dem Gipsvorkommen
mit dem Bergwerk (Geologische Spezialkarte der Republik Österreich
1:75.000, Blatt Stuben, Wien 1937) |
Bei der Anlage der Bahntrasse 1883 wurde östlich des Mühltobels
anstehender Gips angetroffen und frei gelegt. Das Gipslager zwischen
Bahn-km 118,4 und 119,9 beschäftigte als Gipsstrecke die Ingenieure
während und seit dem Bau der Bahn als eine der größten
Problemzonen der Arlbergbahn. Es veranlasste die Konstrukteure der
im Bereich des anstehenden Gipsgesteins westlich des Bergwerkes befindlichen
Lawinenschutzdächer Löcherwald (1956), Mühltobel (1969)
und Gipsbruchtobel (1969) zu besonderen Baumaßnahmen.
Die Brücke über das Mühltobel unweit westlich des Bergbaues
wurde 1968 auf den bestehenden Widerlagern neu errichtet und mit einem
Lawinenschutzdach überbaut. Die Fundamente der Pfeiler sind mit
einer Umhüllung aus Klinkersteinen versehen, vermauert mit säurefestem
Mörtel (Laublättner, 2005). Die Verankerungsstrecken der
eingebauten Felsanker befanden sich noch innerhalb des Gips-Anhydrit-Körpers.
 |
| Bild
5, Geologisches Profil durch das Klostertal zwischen Dalaas
und Außerwald, talauswärts gesehen (Grafik: Reinhard
Elsensohn, Layout: Michael Laublättner) |
Bestrebungen, Auslaugungen des Gipses im Bereich der Bahntrasse dauerhaft
zu verhindern, waren nicht erfolgreich. Infolge der unvermeidbaren
Gipslösung durch Oberflächen und Bergwasser zeigten sich
mit der Zeit Setzungen und Verschiebungen, die schließlich die
Standsicherheit gefährdeten und einen Einsturz des Lawinenschutzdaches
zu befürchten ließen. Die Pfeiler der Anlage wiesen 1980
schon entsprechende sichtbare Risse und Verstellungen auf.
 |
| Bild
6, Lawinenschutzdach Mühltobel westlich des ehemaligen
Gipsbruches (Foto: Karl-Jürgen Schurr) |
Nachdem wiederholte Zementeinpressungen in den Gipskarst die Verhältnisse
nicht verbesserten, wurde 1996 das alte Dach teilweise abgetragen
und durch einen Neubau ersetzt. Die notwendigen Felsanker wurden durch
den Gipskörper und die begleitenden Sandsteine und Schiefer der
Raibler Schichten geführt und in die standfesten Kalke der Arlbergschichten
eingebunden, dabei waren Ankerlängen bis 150 m erforderlich (Draschitz:
161). Nach Vorarbeiten im Jahr 2004 wurde der alte, westliche Teil
des Lawinenschutzdaches abgerissen und der Neubau im August 2005 beendet
(Bild 6).
Das Gips-Bergwerk bei Dalaas
Der Abbau des Nutzgesteins Gips erfolgte im Klostertal sowohl über
Tage in Steinbrüchen als auch bergmännisch unter Tage. Es
handelt sich bei diesem Bodenschatz hauptsächlich um das gesteinsbildende
Mineral Gips, wasserhaltiges Kalziumsulfat Ca(SO4) · 2 H2O. Das Vorkommen beim Gipstobel wurde schon früher zur Gewinnung
von Gips genutzt. Bereits 1850 - 30 Jahre vor Baubeginn der Arlbergbahn
- war bei Dalaas eine Abbaustelle in Betrieb.
 |
| Bild
7, Eindruck vom verwachsenen Steinbruchgelände beim Bergwerk
Dalaas (Foto: Karl-Jürgen Schurr) |
Auf dem Schleppweg dem Gipstobel entlang brachten von Ochsen gezogene
Karren das Gestein zur Verladestelle an der Alfenz, von wo aus es
auf Fuhrwerken nach Bludenz geführt wurde. Neben der Herstellung
von Putz- und Maurergips fand es auch Verwendung bei der Zementherstellung.
Dieser alte Gipsbruch auf dem Gipsbruchgut der Firma Getzner, Mutter
& Cie aus Bludenz wurde nach Beendigung des Bahnbaues und Einrichtung
des neuen Steinbruches an der Bahnlinie eingestellt (Gantner: 257).
Der ehemalige Steinbruch von Hilti & Co und das dazugehörige
Altbergwerk befinden sich am Hang nördlich über der Parzelle
Sonnenhalb zwischen Dalaas und Außerwald, direkt bergseits der
Gleisanlagen der Arlbergbahn. Knapp westlich der Anlage überdeckt
das Lawinenschutzdach Mühltobel bei Bahn-km 119,3 das einspurige
Geleise der ÖBB (Bild 6).
Der Aufschluss im Gipsbruch ist etwa 30 m breit und 45 m hoch (Geser:
67-68). Oberhalb der Abbruchwand ist der Hang mit Dolinen besetzt.
Heute ist das Gelände des Bruches ziemlich mit Gebüsch und
Bäumen verwachsen (Bild 7). Vom Tal aus kann die Stelle des ehemaligen
Abbaues nur über einen steilen Fußweg erreicht werden.
 |
| Bild
8, gemauertes Portal des Alt-Bergwerkes bei Dalaas (Foto: Karl-Jürgen
Schurr) |
An der Stelle, wo östlich des Mühltobels die Bahntrasse
im anstehenden Gips angelegt war, wurde 1885 begonnen, Gips abzubauen.
Für den Bahnbau fand das Gestein allerdings keine direkte Verwendung.
Mit dem Beginn des Bergbaues an dieser Stelle konnten die kleineren
Abbaue in der näheren Umgebung wirtschaftlich nicht mehr mithalten,
gleichzeitig endete damit auch die Gewinnung von Gips in anderen Brüchen
und in kleinem Umfang aus den Gipslöchern der Bergwiesen. Unter
dem Begriff Bergbau ist hier der Tagbau zu verstehen.
In Dalaas bestanden vor 1933 bereits drei Gipsbrüche, seit 1909
der von Konrad Edelmann, seit 1911 diejenigen des Rudolf Ritz und
der des 1907 gegründeten Zementwerkes Vorarlberg Cement Lorüns.
Es ist mir nicht bekannt, welchen Örtlichkeiten die Anlagen von
1911 zuzuordnen sind, oder ob damit nur Besitzerwechsel ein und desselben
Bruches angedeutet sind. Im Grubenplan von 1952 ist über dem
östlichen Teil des Bergwerks eine Edelmannterrasse angezeichnet,
vermutlich die Stelle des Gipsbruches von Konrad Edelmann.
In der folgenden Zeit wechselte dieser Steinbruch mehrfach den Besitzer.
Nach dem ersten Weltkrieg scheint die Anlage 1919 im Besitz der Baufirma
Hilti aus Feldkirch auf. Gefördert wurde mit Hilfe einer Schmalspurgleisanlage,
die Loren der Rollbahn wurden von Hand bis auf eine Rampe an der Bahn
geschoben, die Verladung in Waggons fand in Zugspausen direkt am Streckengleis
statt. Taubes Gestein wanderte in eine Geländemulde entlang der
Bahntrasse, nutzbares Gipsgestein wurde auf der Rampe an der Bahnlinie
gelagert und etwa alle zwei Wochen auf Bahnwaggons verladen, um ins
Gipswerk nach Ludesch gebracht zu werden.
Die Rollbahn ist in einem Lageplan vom Oktober 1918 eingetragen, zu
dieser Zeit wurde bereits die Verladerampe benutzt. Am 16.08.1919
schlossen die Gebrüder Hilti mit den Deutsch-Österreichischen
Staatsbahnen (DÖStB) einen Vertrag zur Nutzung des Streckengleises
für den Abtransport des abgebauten Gesteins ab. Dieser sollte
über 40 Jahre Bestand haben.
 |
| Bild
9, Arbeiter des Gipsbruches von Hilti in Dalaas vor einem Stolleneingang
(Gantner: 256) |
Ab 1925 ließ die Ergiebigkeit des Steinbruches nach, so dass
am westlichen Rand des Tagbaues ein Untertagebau eingerichtet wurde.
Der Gipsabbau wurde zumindest zeitweise unter Tage verlegt. Angeblich
wurde im Sommer üblicherweise Tagbau betrieben, in der kalten
Jahreszeit in den Stollen gefördert. Eine alte Aufnahme zeigt
eine Gruppe Arbeiter vor einem rohen Stollenmundloch (Bild 9).
Der Bergbau bot nur einer kleinen Anzahl von Personen Arbeit. So waren
etwa im Juni 1928 in Vorarlberg 16 männliche Personen im gewerblich
betriebenen Bergbau beschäftigt, kleine Familienbetriebe nicht
mit eingerechnet (Fink: 82).
Am 12.07.1933 erhielt die Bauunternehmung der Gebrüder Hilti
die gewerberechtliche Genehmigung für den Gipsbergbau unter Tage.
Bis zur Erstellung des geplanten Anschlussgleises musste aber weiterhin
die Verladung am Streckengleis erfolgen.
 |
| Bild
10, Übersichtsplan der Stollenanlage des Gipsbergbaues
in Dalaas, Stand 1957. Nach alten Grubenplänen von Hilti
& Co (1952, 1953, 1957) (Grafik: Reinhard Elsensohn, Layout:
Michael Laublättner) |
Das Ausbruchsmaterial selbst war der gesuchte Bodenschatz. Ein Teil
der Förderung von Dalaas wurde im Stuckgipswerk Ludesch verwertet,
reinerer Gips in die Schweiz ausgeführt, verunreinigtes Material
fand als Zuschlagstoff bei der Zementherstellung (siehe Fußnote)
in Lorüns Verwendung (Geser: 68).

Die
Anfänge der Vorarlberger Zementindustrie reichen bis 1869 zurück.
Aus Kalkmergel bei Temperaturen knapp unter 1000 ºC gebrannter
Romanzement fand als "Bingser Zement" guten Absatz (Fink:
64). Seit langem wird dieses - vor allem im 19. Jahrhundert verbreitete
- mineralische Bindemittel nicht mehr hergestellt. Heute wird versucht,
diesen Zement wieder einzusetzen und bei Ausbesserung oder Wiederherstellung
alter Bauerwerke zu verwenden.
1889 begann die Herstellung von höher gebranntem Portlandzement
bei den Zement- und Kalkwerken Ludesch. Zum Brennen bei etwa 1450
ºC wurden Ausgangsstoffe aus der Nähe des Werkes verwendet,
darunter auch Gips aus dem Klostertal. Zur Erstarrungsverzögerung
werden dem Portlandzement bis etwa 3% Gips oder Anhydrit beigemischt.

Seit den 30er Jahren war der Bergbau über ein eigenes Anschlussgleis
mit Verladerampe an das Streckengleis der Arlbergbahn angebunden.
Der von 1932 stammende Entwurf für einen Gleisanschluss mit einer
eigenen Verladeanlage wurde am 28.02.1933 bewilligt und vermutlich
im gleichen Jahr noch verwirklicht. 115 m Gleis verliefen parallel
zum Streckengleis und waren über zwei Weichen und einen Gleisbogen
daran angeschlossen. Ein Lageplan der Österreichischen Bundesbahn
(BBÖ) von 1936 zeigt das bei der Mühltobelbrücke bergseitig
abzweigende Anschlussgleis mit der Verladeanlage.
 |
| Bild
11, ehemaliger Maschinenraum, unmittelbar neben der Arlbergbahn
(Foto: Karl-Jürgen Schurr) |
Der Bau der Anlage soll bereits 1929 begonnen worden sein. Ein Teil
von Gleisanlage und Rampe kamen auf Bahngrund zu liegen. Das Bauwerk
der Schütt-Verladeanlage lag am Anschlussgleis, die Loren der
Grubenbahn konnten von nun an in die offenen Güterwaggons abgekippt
werden. An die Rampe angebaut waren ein Werkstattgebäude und
ein Werksbüro. Zwischen diesen Baulichkeiten mündete die
Bremsberganlage in die Rampe.
Als Bremsberg wird eine geneigte Förderbahn mit Gleisen bezeichnet,
auf der die leeren Wagen durch die abwärtsfahrenden gefüllten
Wagen wieder nach oben gezogen werden. Die Wagen hingen an einem durchgehenden
Drahtseil an den mit einer Bremsvorrichtung ausgestatteten Winden.
Mit Hilfe des steilen Bremsberges vom Dalaaser Gipsbruch wurde abgelöstes
Gestein aus einer höher und seitlich gelegenen Abbau-Ebene zur
Verladerampe befördert. Die Gleisanlage verlief mit 90 % Gefälle
(42°) von der Rampe über 60 m weit nach oben.
Die Stollenanlage wurde bis 1959 betrieben. Nach über 30 Jahren
Förderung sollte auch das Bergwerk an seine Grenzen stoßen,
die schwindende Ausbeute schließlich zur Aufgabe der gesamten
Anlage führen. Im März 1959 meldete der Betreiber Hilti
& Co die Einstellung des Gewinnungsbetriebes und Gipsversandes
wegen fehlender Rentabilität. Andere in Erfahrung gebrachte Gründe
für die Auflassung des Bergbaues, etwa die zu große Annäherung
der Stollen an die Gleisanlagen der Arlbergbahn, dürften eher
nur Vermutungen entstammen.
Zumindest in den letzten Jahren der Förderung waren bis zu 20
Arbeiter beschäftigt, darunter die ersten in Vorarlberg beschäftigten
Gastarbeiter aus dem damaligen Jugoslawien. Die Förderleistung
schwankte zwischen 2 und 4 Eisenbahnwaggons pro Arbeitstag. 10 ständige
Arbeitsplätze gingen schließlich 1959 durch die Betriebseinstellung
verloren (Gantner: 257).
 |
Bild
12, an der abgelösten Stollenwand (Ulme), die gelben und
roten Farbkennzeichen auf den Gipsblöcken markieren das
Jahr ihres Absturzes (Foto: Emil Büchel) |
Noch vor dem Auslaufen des Vertrages mit der Bahn am 16.11.1959 wurden
im August 1959 die Anschlussweiche bei der Mühltobelgalerie ausgebaut
und das Gleis der Verladeanlage abgetragen.
Seit 1952 unterstand der von Hilti & Co betriebene Bergbau der
Aufsicht des Revierbergamtes Hall in Tirol (Berghauptmannschaft Innsbruck),
bis dahin der Bezirkshauptmannschaft in Bludenz. Mit der Novelle 2001
des Mineralrohstoffgesetzes fiel 2002 die Zuständigkeit an die
Montanbehörde West der Sektion IV (Energie und Bergbau) des Ministeriums
für Wirtschaft und Arbeit.
In den Jahren 1959 und 1960 wurden abschließende Sicherungsmaßnahmen
durchgeführt. Rechtsnachfolgerin des ehemaligen Betreibers war
ab 1960 die Baufirma Hilti & Cie in Feldkirch. Seit der Stilllegung
wurde der Grubenbau mehrfach von der Bergbehörde in Augenschein
genommen. Die bisher letzte Kontrollbefahrung im Rahmen der Überwachungspflicht
für das Bergwerk im Klostertal fand 2003 statt.

Draschitz,
Christian. "Die Natur, der Verkehr und die Bahn am Arlberg".
Rethicus Vierteljahresschrift der Rethicus-Gesellschaft 19 (Jul./Aug./Sept.
1997): 155-165.
Fink, Barnabas. Heimatkunde von Vorarlberg 6. Wirtschaft und
öffentliches Leben. 1. Teil: Die Wirtschaftsverhältnisse
in Vorarlberg. Wien [u.a.]: Schulwissenschaftlicher Verlag Haase:
1931.
Gantner, Johann. Dalaas-Wald im Wandel der Jahrhunderte. Dornbirn:
Vorarlberger Verlagsanstalt: 1990.
Geser, Rudolf A. "Zur Geschichte des Bergbaus im Klostertal
und im Arlberg-Gebiet". Vorarlberger Oberland: Kulturinformationen
2 (1990): 61-76.
Laublättner, Michael. "Die neuen Lawinenschutzdächer
auf der Arlbergbahn-Westrampe". Die Arlbergbahn seit 1884 (www.erlebnisbahn.at/arlberg/galerie.html).
Internetdokument (2005).
Petridis, Georgios. Rohstoffkartierung und Gefahrenzonenplanung
im Klostertal (Vorarlberg). Diss. Innsbruck: 1978.
Vogt, Werner. Vorarlberger Flurnamenbuch. Bd. 1: Bludenz und
Klostertal. Schwarzach: Vorarlberger Buchdruck-Gesellschaft: 1970.

(Autor: Reinhard Elsensohn)
Erinnerungen
an eine Befahrung des Altbergwerks in Dalaas
| zurück |
|